Spezielle Therapiemethoden

Zur Sicherstellung der Qualität meiner Arbeit im Bereich der Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen bilde ich mich kontinuierlich fort.


Im Folgenden stelle ich Ihnen eine Auswahl der von mir angewandeten Therapieverfahren vor, die speziell für die Behandlung bestimmter Störungsbilder geeignet sind.

Ko-Art

Mit KoArt hat Ulrike Becker-Redding einen Therapieansatz zur Behandlung sprechmotorisch begründeter Artikulationsstörungen und dabei besonders für die Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED) von Kindern aufgestellt.

Bei diesem Behandlungsansatz werden mit besonderer visueller, taktiler und auditiver Unterstützung in kleinen Schritten und mit vielen Wiederholungen Sprachlaute vom Einzellaut über sinnfreie Silben bis zum Wort aufgebaut. Besondere Beachtung findet dabei die Koartikulation, da diese besonders Kindern mit VED große Schwierigkeiten bereitet. Die Therapie ist ein kognitiv ausgerichtetes, strukturiertes Training, das verhaltenstherapeutische Verstärkung ermöglicht.

TAKTKIN

ist ein Therapieansatz zur Behandlung sprechmotorischer Störungen wie Dysarthrien und Sprechapraxien im Kindes- und Erwachsenenalter.

Der Ansatz basiert auf dem in Amerika entwickelten Prompt-System (Prompts for Restructuring Oral Muscular Phonetic Targets), zu dem Frau Birner-Janusch die deutsche Fassung TAKTKIN konzipierte.

Es werden taktile Hinweisreize als Artikulationshilfen durch die Therapeutin an der Gesichts- und Sprechmuskulatur des Betroffenen gesetzt. Dadurch kann der Patient die Artikulationsstelle, -art und -modus leichter finden. Diese Hilfen werden je nach Störungsausmaß von der Laut- bis zur Satzebene eingesetzt und können in Art, Ausmaß und Häufigkeit den Bedürfnissen des Betroffenen dynamisch angepasst werden.

TOLGS

TOLGS nach Isolde Wurzer ist ein aktueller Therapieansatz mit Optimiertem Laut-Gesten-System, bei dem Lautgesten als zentrale Lernmethode eingesetzt werden. Deren Einsatz hat sich speziell bei der Behandlung der Verbalen Entwicklungsdyspraxie VED aber auch bei anderen kindlichen Sprech- und Sprachstörungen bewährt.

Der ganzheitliche Lernansatz verbindet Körperhandlung, Wahrnehmung und Kognition miteinander. Durch das Sichbewegen, Sprechen, Hören, Fühlen und Sehen werden mehrere Sinneskanäle gleichzeitig aktiviert. In der simultanen Kombination können die Kinder das Sprechen leichter erlernen, erinnern und auch produzieren. Das Arbeiten erfolgt mit abwechslungsreichen Lernspielen.

Verschiedene Stottertherapieverfahren

Für den Bereich Stottern biete ich Therapieansätze für Vorschul- und Schulkinder an. Wenn sich die Möglichkeit bietet, führe ich zusätzlich zur Einzeltherapie auch Gruppentherapien durch. Die Eltern, die Familie, das soziale Umfeld ebenso wie Schule werden miteinbezogen.

Für Kinder setze ich KIDS nach Sandrieser/Schneider ein sowie das Bausteinkonzept nach Hansen/Iven.

Stottern kann in jedem Alter logopädisch behandelt werden. Ein frühzeitiger Therapiebeginn (das kann auch schon bei zwei- bis dreijährigen Kindern der Fall sein) verhindert die Entstehung ungünstiger Verhaltensweisen durch negative Erfahrungen und verbessert so entscheidend die Prognose.

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